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Tanzwerderstr. 17 
34346 Hann. Münden
 
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09.00 - 14.00 Uhr

Rufbereitschaft
“Rund um die Uhr”

E-mail:
pflegedienst@sozialstation-hann-muenden.de

Homepage: Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Göttingen-Northeim e.V.

http://www.drk-goe-nom.de/
 

 

Grundpflege

Hilfe bei der Grundpflege. Das kann die Hilfe beim einmal wöchentlichem Baden sein, ebenso wie die tägliche Hilfe morgens und abends beim Waschen und Anziehen.

Wir bieten allen Menschen Unterstützung und Hilfe zuhause in Ihrer gewohnten Umgebung an.

In Zusammenarbeit mit Ihren Angehörigen erhalten und fördern wir die Selbstständigkeit im häuslichen Bereich und unterstützen Sie, um Ihren Alltag zu bewältigen.

Durch qualifizierte Fachkräfte bieten wir aktivierende und kompetente Hilfe an.

Leistungskomplexe Grundpflege:

  • Erstgespräch durch eine Pflegekraft
  • Folgegespräch
  • Kleine Pflege
  • Große Pflege I
  • Große Pflege II
  • Kämmen und Rasieren
  • Aufsuchen und Verlassen des Bett
  • Spezielle Lagerung
  • Hilfe bei Ausscheidungen
  • Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
  • Begleitung bei Aktivitäten
  • Einfache Hilfe bei der Nahrungsaufnahme
  • Umfangreiche Hilfe bei der Nahrungsaufnahme
  • Verabreichen von Sondenkost

Leistungskomplexe Hauswirtschaft:

  • Die Leistungen der hauswirtschaftlichen Versorgung werden je angefangene 10 Minuten berechnet und umfassen die notwendigen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten, die sich auf den unmittelbaren Lebensbereich des Pflegebedürftigen erstrecken:
    z.B. Aufräumen und Reinigen der Wohnung, Wäschepflege und Ausbesserung, Einkaufen
     

Der Weg zur Einstufung in die Pflegeversicherung

  • Ein Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung ist zu stellen.
  • Der Antrag wird durch die Pflegekasse an den Medizinischen Dienst weitergeleitet.
  • Ein Arzt oder eine Pflegefachkraft meldet sich zur Begutachtung an.
  • Die Begutachtung des Medizinischen Dienstes erfolgt in der Regel in der häuslichen Umgebung. In besonderen Fällen ist eine Schnelleinstufung nach Aktenlage möglich.
  • Das Gutachten wird durch den Medizinischen Dienst erstellt und an die Pflegekasse weitergeleitet.
  • Die Bewilligung oder Ablehnung erfolgt letztendlich durch die Pflegekasse.

Wer ist Pflegebedürftig ?

Pflegebedürftig im Sinne des Gesetzes sind Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und regelmäßigen wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, in erheblichen oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen im vorgenannten Sinne sind:

  • Im Bereich der Körperpflege:

Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm- oder Blasenentleerung

  • Im Bereich der Ernährung:

mundgerechtes Zubereiten oder Aufnahme der Nahrung

  • Im Bereich der Mobilität:

selbstständiges Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen, Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung

  • Im Bereich der Hauswirtschaft:

Einkaufen, Kochen, Reinigung der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung, Beheizen

 

Ab 01.01.2017: Neuformulierung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes und fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen

Der bis Ende 2016 gültige Pflegebedürftigkeitsbegriff, der dem Begutachtungsverfahren zugrunde lag, war vor allem auf körperliche Einschränkungen bezogen. Gerontopsychiatrische und psychische Beeinträchtigungen wurden dagegen nur eingeschränkt berücksichtigt. Deshalb bekamen Menschen mit demenziellen Erkrankungen vergleichsweise geringe Leistungen von der Pflegeversicherung. Das ändert sich mit der Reform grundlegend.

Statt der bisherigen drei Pflegestufen gibt es ab 01. Januar 2017 fünf Pflegegrade, was eine differenzierte Einschätzung des benötigten Pflegeaufwandes ermöglicht. Die Pflegebedürftigkeit richtet sich nicht mehr an Pflegeminuten, sondern an den noch vorhandenen Fähigkeiten des Menschen - Maßstab für die Beurteilung ist damit der Grad der Selbstständigkeit.

 

Wonach wird beurteilt, ob ein Mensch pflegebedürftig ist?

Maßgeblich für das Vorliegen von Pflegebedürftigkeit sind die gesundheitlich bedingten Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten in den  sechs Modulen:

1. Mobilität: Wie selbstständig kann der Mensch sich fortbewegen und seine Körperhaltung ändern?      

2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten:  Wie findet sich der Mensch in seinem Alltag örtlich und zeitlich zurecht? Kann er für sich selbst Entscheidungen treffen? Kann die Person Gespräche führen und Bedürfnisse mitteilen?

3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen:  Wie häufig benötigt der Mensch Hilfe aufgrund von psychischen Problemen, wie etwa aggressives oder ängstliches Verhalten?   

4. Selbstversorgung: Wie selbstständig kann sich der Mensch im Alltag selbst versorgen bei der Körperpflege, beim Essen und Trinken?

5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen: Welche Unterstützung wird benötigt beim Umgang mit der Krankheit und bei Behandlungen, z.B. bei Medikamentengabe, Verbandswechsel, Dialyse, Beatmung?

6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte: Wie selbstständig kann der Mensch noch den Tagesablauf planen oder Kontakte pflegen?

 

Wie errechnet sich der jeweilige Pflegegrad?

Die Zuordnung zu einem Pflegegrad erfolgt anhand eines Punktesystems. Dazu werden in den sechs Modulen Punkte vergeben. Grundsätzlich gilt: Je schwerwiegender die Beeinträchtigung desto höher die Punktzahl.

Pflegegrad 1
Personen, mit geringen Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten.

Pflegegrad 2
Personen mit  erheblichen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten.

Pflegegrad 3
Personen mit schweren Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten.

Pflegegrad 4
Personen mit schwersten Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten.

Pflegegrad 5
Personen mit schwersten Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung.   

 

Pflegegeld (SGB XI § 37)

Der Anspruch setzt voraus, dass der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld die erforderliche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung in geeigneter Weise selbst sicherstellt.

Pflegesachleistung (SGB XI § 36)

Sie wird von Pflegepersonen oder ambulanten Pflegediensten erbracht, die Vertragspartner der Pflegekasse sind.

Kombinationsleistung (SGB XI § 38)

Nimmt der Pflegebedürftige nur einen Teil der Pflegesachleistu ng   in  Anspruch erhält er prozentual anteilig den Restbetrag als Pflegegeld ausgezahlt.

Verhinderungspflege (SGB XI § 39)

Ist eine Pflegeperson wegen Erholungsurlaub, Krankheit oder aus anderen Gründen an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegekasse die Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr. Die Aufwendungen der Pflegekasse dürfen im Einzelfall nachfolgend Beträge nicht überschreiten.

Leistungsart ambulant

Pflegegrad

Leistung

Pflegegeld

1

kein Anspruch

 

2

   316 €

 

3

   545 €

 

4

   728 €

 

5

   901 €

Pflegesachleistung

1

kein Anspruch

 

2

   689 €

 

3

1.298 €

 

4

1.612 €

 

5

1.995 €

Verhinderungspflege

1

kein Anspruch

Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI

Pflegegrade 2, 3, 4, 5

kombiniert bis 2.418 €  für 42 Kalendertage, wenn keine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen wird oder stundenweise nach Bedarf

Entlastungsleistungen nach § 45 b SGB XI

Pflegegrade 1, 2, 3, 4, 5

125 €

 

                               
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzzeitpflege (SGB XI § 42)

Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Hilfe nicht aus, besteht Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung. Der Anspruch auf Kurzzeitpflege ist auf längstens vier Wochen je Kalenderjahr begrenzt. Die Aufwendungen der Pflegekasse dürfen im Einzelfall nachfolgend Beträge nicht überschreiten

Tages- und Nachtpflege (SGB XI § 41)

Pflegebedürftige haben Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege, wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann. Die Aufwendungen der Pflegekasse dürfen im Einzelfall nachfolgend Beträge nicht überschreiten.

Kurzzeitpflege (SGB XI § 42)

Pflegebedürftige haben Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- und Nachtpflege, wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann.

Vollstationäre Pflege (SGB XI § 43)

Pflegebedürftige haben Anspruch auf Pflege in vollstationären Einrichtungen, wenn häusliche oder teilstationäre Pflege nicht möglich ist oder wegen der Besonderheit des einzelnen Falles nicht in Betracht kommt.

Leistungsart

Pflegegrad

Leistung

Tages- und Nachtpflege

1

kein Anspruch

 

2

   689 €

 

3

1.298 €

 

4

1.612 €

 

5

1.995 €

Kurzzeitpflege

1

kein Anspruch

 

2

bis 1.612 €

 

3

bis 1.612 €

 

4

bis 1.612 €

 

5

bis 1.612 €

Vollstationäre Pflege

1

   125 €

 

2

   770 €

 

3

1.262 €

 

4

1.775 €

 

5

2.005 €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonstiges

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für zum Verbrauch bestimmter Hilfsmittel in Höhe von monatlich 40 €.

Für den Hausnotruf zahlt die Pflegeversicherung, unter Berücksichtigung des Pflegegutachten, einen Zuschuss.

Umbaumaßnahmen im Wohnraum werden mit bis zu 4.000 € (bis 16.000 €  bei mehreren Pflegebedürftigen in einem Haushalt) bezuschusst.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an Ihre Krankenkasse oder rufen Sie uns an: 0 55 41 / 91 21 0